Skip to main content

Die beste Kamera für dich

Die zweite wichtige Sache, die du für die Videobearbeitung brauchst, ist die Kamera, ohne die geht gar nichts. Doch welche ist die beste für dich? Zuerst einmal schauen wir uns an, welche Kameras es überhaupt gibt und welche zum Filmen am besten geeignet sind.

Welche Kameratypen gibt es?

Handykamera

Die Handykameras haben sich in den letzten Jahren auf jeden Fall deutlich verbessert. Die Fotos sehen schon ziemlich gut aus und auch die Videos können sich mittlerweile sehen lassen. Manche besitzen sogar schon eine 4K-Kamera.
Da fragt man sich doch, wozu man überhaupt noch riesige Spiegelreflexkameras braucht, wenn auch das Handy in 4K filmen kann.
Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Neben der Auflösung gibt es noch einen Haufen anderer wichtiger Punkte, die eine gute Kamera erfüllen sollte, beispielsweise die Lichtstärke. Bei so einem winzigen Sensor fällt einfach nicht genug Licht auf die Linse. Wenn es dämrich wird, geht bei den meisten Handykameras nichts mehr. Die Bilder sind unscharf und auf den Videos kann man nichts mehr erkennen.
Bei guten Porträts ist der Hintergrund unscharf, das Objekt im Fokus dagegen super scharf. Viele Handykameras machen das ganze künstlich, trotzdem ist es nicht das gleiche.

Actioncam/GoPro

Gute Actioncams sind ein einfach klasse. Man staunt immer wieder, was man aus einer solch kleinen Kamera rausholen kann. Doch auch hier gibt es große Unterschiede. Manche Actioncams gibt es schon ab 40€ zu kaufen und dann steht sogar 4K auf der Verpackung. Meistens ist es in dem Fall künstlich und unnatürlich.
Die wohl bekannteste Actioncam auf dem Markt ist die GoPro. Seit Jahren gilt sie als die beste Kamera dieser Größe. Mittlerweile sind aber auch andere Cams auf den Markt gekommen, die der Qualität der GoPro Konkurrenz machen, beispielsweise die von Sony.
Der riesige Vorteil einer Actioncam ist der, dass man sie überall mit hinnehmen kann. Sogar zum Tauchen. Ein großer Nachteil ist der Zoom, der praktisch nicht vorhanden ist. Außerdem ist auch hier wieder die Lichtstärke aufgrund des kleinen Sensors das Problem. Doch GoPro bietet Nachtfotos an, für die man ein Stativ benötigt, damit das Bild nicht verwackelt. Die Kamera belichtet dann sehr lange. So lassen sich wunderschöne Aufnahmen, sogar von den Sternen einfangen. Ein weiterer Nachteil, auch wenn er für mich nicht so wichtig ist, ist der Ton. Die Tonqualität der meisten Actioncams ist relativ schlecht. Glücklicherweise gibt es auch hier extra Mikrofone, die man an der GoPro montieren kann. Ein weiterer Nachteil, der sicherlich auch viele stört, ist das Fischauge. Da Actioncams meistens mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet sind, also 170°, werden Gegenstände an den Seiten der Bilder verbogen. Doch auch hier weiß sich die GoPro zu helfen. Hier kann man einstellen, wie viel man von seiner Umgebung aufnehmen möchte.

Meine erste Actioncam war die Rollei 420, die sogar als 4K-Actioncam bezeichnet wurde. Allerdings stand im Kleingedruckten mit nur 10 FPS. Das heißt die 4K-Videos waren völlig unbrauchbar, wenn man sie nicht mit 3-facher Geschwindigkeit abgespielt hat. Die Full-HD Videos waren aber in Ordnung, die Farben sahen schön aus und auch der Ton war für eine solche Kamera gut. Trotzdem sah das Bild irgendwie nicht natürlich, sondern immer ein bisschen verpixelt aus.

Momentan filme ich mit einer GoPro Hero 5 und bin davon echt begeistert. Die Bilder sehen viel natürlicher aus und Full-HD mit 120 Bildern pro Sekunde ermöglicht geniale Zeitlupen.

Digitalkamera/Kompaktkamera

Auch die Digitalkamera ist klein und handlich und kann problemlos überall mit hingenommen werden. Der Preis der Digitalkamera hält sich oft noch in Grenzen und man bekommt dafür meistens sehr schöne Bilder und oft auch ordentliche Videos.

Camcorder

Während die Digitalkamera mehr für Fotos gedacht ist, spezialisiert sich der Camcorder auf Videos. Ich hatte nie einen Camcorder und kann deshalb nicht viel darüber sagen.

Spiegelreflexkamera

Die Spiegelreflexkamera ist groß, macht aber hervorragende Bilder. Auch die Videos sind meistens sehr gut und sehen natürlich aus. Der große Vorteil einer Systemkamera ist, dass man verschiedene Objektive auf die Kamera setzen kann. Wenn du viel von deiner Umgebung aufnehmen möchtest, eignet sich beispielsweise ein Weitwinkelobjektiv. Wenn du sehr nah ranzoomen möchtest, kannst du im nächsten Moment einfach ein Objektiv mit einem großen Zoom an die Kamera schrauben.

Systemkamera

Auch eine Systemkamera ist in der Lage, hervorragende Bilder zu schießen, die der Qualität der Spiegelreflexkameras in nichts nachstehen. Auch hier lassen sich wieder verschiedene Objektive an der Kamera befestigen.
Ein großer Vorteil der Systemkamera ist, dass sie kompakter und kleiner ist als eine Spiegelreflexkamera. Das liegt daran, dass hier kein Spiegelmechanismus verbaut ist, der viel Platz einnehmen würde. Stattdessen befindet sich ein elektronischer Sucher in der Kamera.

Welche Kamera ist die beste für dich?

Die Grafik soll dir dabei helfen, die besten Kameraart für dich zu finden. Ich filme meisten mit der GoPro oder der Digitalkamera, da diese super praktisch zum Mitnehmen sind.
Wenn du dir noch nicht sicher bist oder mehr Infos zu Kameras haben möchtest, findest du auf dieser Website hilfreichen Content.

Welche Kamera ist die beste zum Filmen?

Manche Kameras spezialisieren sich auf Videos, andere auf Fotos. Dennoch haben alle eine Videofunktion. Wenn für dich die Videos im Vordergrund stehen, würde ich dir eine Kompaktkamera oder eine Actioncam empfehlen. Auch Camcorder sind für Videos gedacht, allerdings habe ich damit noch keine Erfahrung gemacht.
Wenn du eine Kamera suchst, um Filme zu drehen, kannst du außerdem darauf achten, dass die Kamera über eine Bildstabilisierung verfügt, denn diese kann leichte Ruckler beim Filmen aus der Hand entfernen. Noch besser sind natürlich Gimbalsysteme oder Stabilisatoren, aber diese sind sehr teuer und relativ unprakisch.